Vor Ort empfängt einen wild bewachsene Natur, aus der das Dach des teilweise zerstörten Bestandsgebäudes ragt. Dieses Zusammenspiel von Verfall, Natur und Architektur bildet den Ausgangspunkt des Entwurfs. Die Planung sieht vor, nur einen kleinen Teil des Grundstücks zu bebauen und das ehemalige Restaurant als Café wiederzubeleben. Der Neubau verlängert im Süden das rhythmische Spiel der benachbarten Reihenhäuser und übernimmt deren Ausrichtung. So fügt er sich selbstverständlich in die Struktur ein und stärkt die räumliche Ordnung des Ortes.
Das Gebäude verfügt über eine gemeinschaftliche Grünfläche Richtung Süden. Zudem bieten kleine Innenhöfe allen zwölf Häusern private, gut belichtete Außenräume. Durch diese Aufteilung lässt sich jedes Haus flexibel in zwei Einheiten trennen, um auf zukünftige Nutzungsänderungen (z. B. Homeoffice, Kiosk, Bäckerei) zu reagieren.
Richtung Osten, nah am Wasser, liegt ein Bootshaus mit einem Turm zum platzsparenden Stapeln von Booten. Die linke Einheit bietet Übernachtungsmöglichkeiten, rechts befindet sich das Café, dessen Sitzstufen zum Verweilen am Wasser einladen. Die Häuser sind als Holzkonstruktionen mit Strohdeckung geplant. Die kleineren Einheiten erhalten eine transluzente Haut aus Gussglas, damit bei unterschiedlicher Nutzung eine visuelle Differenz entstehen kann.
Lageplan
Nordseite zur freien Wiese
Entstehung der Wohnstruktur
Grundrissvariationen
Schnitt durch zwei Einheiten
Der Übergangsbereich zwischen Innen- und Außenraum
Grundriss EG - OG
Ansicht Nord - Süd
Gemeinschafts-Bootshaus
Terrassen mit Blick zum Wasser
Gemeinschaftlicher Außenraum